Abendgang

Lebensabend…

wegpoesie

Abendgang

Abendschatten füllt die Weite,
Abendfriede füllt die Welt;
und ich zieh an deiner Seite
durch das kühle, grüne Feld.

Wortlos und mit sachtem Schritte,
Dein-gedenkend, wie du mein,
ohne Wunsch und ohne Bitte,
will ich ganz dein eigen sein.

Wellen ziehn mit leisen Tönen,
Vöglein ziehn mit leisem Flug,
und durch unser Herz zieht Sehnen,
haben wir nicht Glück genug?

Jugendglück im reifern Innern,
Liedertrost, der selig labt,
und im Alter dies Erinnern,
wie wir einst uns lieb gehabt?

Karl Stieler (1842 – 1885)

Allen einen schönen Abend!

Ursprünglichen Post anzeigen

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Ein Kommentar zu “Abendgang

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s